Sektion Schulgeschichte und Pädagogik

Die Entstehung der Sektion Schulgeschichte und Pädagogik ist auf die Aktivität von Prof. Walter König zurückzuführen, der aufgrund einer fundierten Forschungstätigkeit bei den Tagungen des Arbeitskreises sowie anderen Veranstaltungen zahlreiche Vorträge zur siebenbürgischen Schulgeschichte sowie über das Schulwesen im kommunistischen Rumänien hielt. Eine breite Mitarbeit sollte durch das Projekt „Dokumentation der siebenbürgischen Schulgeschichte“ erreicht werden.
Die Sektion Schulgeschichte und Pädagogik konzentrierte sich bei der Dokumentation zunächst auf die Zeit nach 1944. Hierzu fehlten Erinnerungen, persönliche Berichte, biographische Aufzeichnungen, Briefe, Zeugnisse, Schulfotos, Quellen für die Schulrealität, für das Leben in einer Schule. Das Dokumentationsprojekt wurde bald in die vorangegangene Zeit ausgeweitet, denn auch hier interessierten Dokumente der beschriebenen Art und dazu gab es neue Fragestellungen.
Um den Zugang zur siebenbürgisch-sächsischen Schulgeschichte nach 1945 zu erleichtern, wurden die präsentierten Vorträge in einer elektronischen Sammlung zusammengefasst. Im Anhang der Sammlung befinden sich die Programme der Tagungen. Anhand der Tagungsprogramme kann der Forscher auf Beiträge, die elektronisch noch nicht erfasst wurden, im Archiv oder in der Bibliothek zurückgreifen.
Hauptziel der Sektion Schulgeschichte und Pädagogik bleibt jedoch weiterhin das Bestreben, die von Prof. Walter König seit 1995 ins Leben gerufene Dokumentationsarbeit fortzuführen, um den Beitrag des siebenbürgisch-sächsischen Schulwesens bei der Entwicklung der Identität der Siebenbürger Sachsen im Bewusstsein unserer Nachkommen zu sichern sowie der Geschichtsforschung ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Quellenmaterial zur Verfügung zu stellen, das effizient eingesetzt werden kann, da in einigen Jahren kaum noch Zeitzeugen für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg befragt werden können und somit wichtige Gegebenheiten aus dem Leben der Siebenbürger Sachsen in Vergessenheit geraten würden.
Deshalb richten wir an alle Siebenbürger erneut den Aufruf, vorhandenes Quellenmaterial zur Verfügung zu stellen und aktiv als Referenten an den Tagungen der Sektion Schulgeschichte teilzunehmen.

Dr. Erwin Jikeli

Programm des Seminars zur Dokumentation siebenbürgischer Schulgeschichte

Samstag, 11. November 2017
1) 14.00 Uhr: Eröffnung der Tagung
2) 14.20 – 15.10 Uhr: Dr. Robert Offner (Regensburg): „Europaweit einmaliges Schulbucheditionsprogramm in Kronstadt (J. Honterus und V. Wagner) und die Reformation in Siebenbürgen.“
3) 15.10 – 16.00 Uhr: Dr. Erwin Jikeli (Duisburg): „Vom Regen in die Traufe-Assimilierungsbestrebungen in den ungarischen und rumänischen Schulgesetzen“
4) 16.00 – 16.20 Uhr: Kaffeepause
5) 16.20 – 17.10 Uhr: Dr. des. Timo Hagen (Heidelberg): „Erziehungsziele in sächsisch-evangelischen Schulbauprojekten in Siebenbürgen im frühen 20. Jahrhunder
6) 17.10 – 18.00 Uhr: Heinz Bretz (Köln): „Über 400 Dienstjahre als Lehrer in der Familie Bretz“
7) 18.00–18.50 Uhr: Dr. Martin Krummel: „Bildung, Erziehung und Sozialisation als Schlüssel zur Korruptionsbekämpfung in Rumänien“
8) 18.50 – 19.00 Uhr: Schlussfolgerungen zum ersten Teil der Tagung
9) 19.00 Uhr: Abendessen und gemütliches Beisammensein

Sonntag, 12. November 2017
10) 9.45-10.00 Uhr: Eröffnung des zweiten Teils der Tagung
11) 10.00 – 10.50 Uhr: Halrun Reinholz (Augsburg): „Zur Entwicklung des deutschen Schulwesens im Banat“
12) 10.50 – 11.40 Uhr: Helene Wolf (Temeswar): „Zur aktuellen Lage des deutschen Schulwesens in Rumänien“
13) 11.40 – 12.10 Uhr: Zusammenfassende Schlussfolgerungen zu den Arbeiten der Sektion

Erwin Jikeli (ErwinJikeli@gmx.de)